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1956 wurde der Motorboot-Sportverband für Österreich (MSVÖ) von vier österreichischen Clubs, die daran interessiert waren, mit ihren Fahrern an Titelveranstaltungen teilzunehmen und dahereinen Fachverband zur Ausstellung von Rennlizenzen benötigten, gegründet. Seit 1957 ist der MSVÖ Mitglied der Union Internationale Motonautique - UIM, um diese Aufgabe erfüllen zu können. Damit konnten die Piloten mit einer entsprechenden Lizenz an den Titelveranstaltungen des internationalen Verband (UIM) teilnehmen.
Sehr schnell stellten sich erste Erfolge ein, und sehr viele erfolgreiche Fahrer, auch aus dem Ausland — diese müssen eine Freigabe von ihrem Heimatland haben, um eine österreichische Lizenz zu bekommen — waren und sind seither für den MSVÖ am Start.
Nahezu jedes Jahr konnten diese Fahrer bei Welt- und Europameisterschaften Medaillen erringen, aber auch einige Weltrekorde wurden von ihnen erzielt.
Eine Reihung der Erfolgreichsten wäre schwierig, jeder Leser kann sich auf den Seiten unserer Medaillengewinner (Chronik) selber ein Bild darüber machen.
Für den Hauptausschuss des Verbandes ist der Rennsport auf Grund der Historie weiterhin eines der zentralen Themen und wir sind bemüht, alles zu tun, dass unsere Fahrer weitere Erfolge erringen können.
Von dieser Stelle aus wünschen wir allen unseren Piloten auch in der Zukunft viel Erfolg, aber vor allem unfallfreie Rennen.
Wenn Sie Interesse an unserem Sport gefunden haben und ev. als Fahrer einsteigen möchten, setzen Sie sich mit unserem Büro in Verbindung, um dabei entstehende Fragen abzuklären.
Zur Person:
Herr Erwin Lang ist seit 1988 Bundesrennsportleiter des MSVÖ und seit 1989 Mitglied der Rennsportkommission der UIM, seit 2009 auch Administrator bei UIM, ein Zeichen der internationalen Wertschätzung seiner Arbeit.
Nachruf
Janos Feil, geb. 23.3.1956, wurde beim ersten EM Lauf der Klasse F-350 am 11. Mai in Boretto / Italien durch einen tragischen Unfall plötzlich aus dem Leben gerissen.
Nachdem er für Ungarn 2 Medaillen gewonnen hat, fuhr Janos seit 2004 mit österreichischer Lizenz für den RSC Regau. In dieser Zeit konnte er folgende Titel für Österreich erringen:
2004: 3. Platz bei der Europameisterschaft Klasse O-350
2006: 1. Platz bei der Europameisterschaft Klasse O-350
2007: 1. Platz bei der Weltmeisterschaft Klasse O-350
1. Platz bei der Europameisterschaft Klasse F-350
Außerdem war er zweimal österreichischer Staatsmeister.
Janos Feil hat den Rennsport sehr ernst genommen, was daran zu erkennen war, daß er immer versucht hat, das beste Material zu haben (Motor und Boot), er fuhr in den Rennen hart aber nie unfair, und war andererseits im Fahrerlager immer freundlich und hilfsbereit, auch zu seinen Konkurrenten.
Janos war aber auch ein Familienmensch, der bei den Rennen nicht nur seine Mechaniker dabei hatte, sondern nahezu immer von seiner Frau und den beiden Töchtern begleitet wurde.
Ein besonders gutes Verhältnis hatte er zu seinem zukünftigen Schwiegersohn, der ebenfalls ein erfolgreicher Motorbootrennfahrer ist.
Wir verlieren mit Janos Feil nicht nur einen unserer erfolgreichsten Piloten, sondern auch einen guten Freund, der auf Grund seiner hilfsbereiten Art auch auf den Rennplätzen sehr fehlen wird.
Der Hauptausschuß des MSVÖ spricht der Familie sein aufrichtiges Beileid aus und trauert mit ihr.
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